BALINISISCHE TÄNZE
Die wohlhabenden Touristen, die ins Land kommen, möchten zusammen mit der Hotelübernachtung das schnelle, möglichst spektakuläre "Kulturpaket" kaufen. Da die "touristische" Kunst nur für die Ausländer gedacht ist und sogar auf nationaler Ebene gelenkt wird, kann man die Darbietungen in Hotels und Restaurants durchaus als balinesische Kunst bezeichnen.
Diese Unterhaltung unterliegt einigen Kriterien: sie muss traditionell sein, sie darf nicht sakral sein, sie muss kurz und attraktiv sein und die Wunschvorstellungen der Touristen nach fremder Exotik befriedigen. Dazu kommen möglichst prächtige und farbige Kostüme. Der Tourist hat wenig Zeit, will aber die Illusion mit nach Hause nehmen, viel für sein Geld gesehen zu haben. Fast jeden Abend kann man beim Essen durchaus geschmackvolle Tanzdarbietungen umsonst genießen.
Das diese Tänze nicht sehr ursprünglich sind, stört die Touristen und die Tänzer wenig. In Hotels und Restaurants wird meist ein Legong, der Froschtanz und einige Auszüge aus dem Ramayada-Epos getanzt. Andere Tänze werden zentral für alle Touristen in Batubulan aufgeführt. Einige Aufführungen, wie das Schattenspiel, sind schon wesentlich schwerer zu finden.
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