Kilauea Lighthouse
Der nördlichste Punkt der bewohnten Hawaii-Inseln ist der Kilauea Point. Er wird von einem 1913 gebauten Leuchtturm markiert, in dessen Spitze sich eine von dem französischen Physiker Augustin Fresnel entworfene, riesige Linse von fast vier Tonnen Gewicht befindet. Sie wurde in Frankreich hergestellt und kostete allein 12.000 U$. Oben auf dem Bild ist sie zu sehen.
Früher wurde die Linse von einer Öldampflampe erleuchtet, das Licht war noch 150 Kilometer weit auf See zu sehen. Ein von einem Gewicht getriebenes Uhrwerk wie bei einer Kuckucksuhr sorgte für eine gleichmäßige Rotation alle 20 Sekunden, so erzeugte man durch das Design der Linse alle 10 Sekunden einen Lichtblitz. Damals war sie die stärkste Linse der Welt, sogar die ersten Flugzeuge von Kalifornien aus haben sich daran orientiert.
Der 16 Meter hohe Betonturm ragt etwa 60 Meter über dem Wasser empor.
Das Leuchfeuer ist aber seit 1976 außer Betrieb und der Turm heute nur noch ein State Monument. Er wurde durch einen direkt auf der Seeseite errichteten vollautomatisch arbeitenden elektronischen Scheinwerfer erstetzt. Dadurch spart sich die Coast Guard das Vollzeitpersonal zur Wartung des Kilauea Point. Als wir dort waren, konnte man leider nicht zur Turmspitze hinaufgehen.
Neben dem Turm liegt das alte, kleine Visitor Center, in dem sich nun eine kleine Ausstellung befindet und wo einige Bücher verkauft werden.
Vom Highway 56 führt eine Stichstraße durch Wohnviertel zum Kilauea Lighthouse. Zum Parkplatz am State Monument kommt man aber nur mit einem Auto, da man die Zuwegung nicht zu Fuß benutzen darf - Unfallgefahr wegen der Enge. Hier vom Parkplatz aus hat man schon einen schönen Blick auf Felsen mit zahlreichen Vögeln. Das Meer bricht sich hier wild schäumend an den steilen Klippen. Ein kurzer, mit Hecken eingefasster Fußweg führt weiter zu einem kleinen, interessanten Visitor Center zwischen ein paar Hügeln. Hier steht eine Spendenbox und jeder Besucher über 16 Jahre wird um einen freiweilligen Eintritt gebeten.
Rechts und links am Wegrand sieht man kleine Erdhöhlen, in denen gebrütet wird. Mit etwas Glück sieht man auch einige Jungvögel, ein Zaum schützt vor allzu neugierigen Menschen. Den Jungvogel auf dem Bild fanden wir zwischen hohen Hecken mitten auf dem Fußweg. Hier kam er wegen fehlendem Aufwind nicht mehr hoch und hüpfte hilflos flatternd hin und her. Michael hat ihn dann vorsichtig gegriffen und zum nächsten freien Zugang zur Klippe getragen. Nach einer Ruhepause fand er dann von hier den Weg in die Lüfte - oder die nächste Erdhöhle.
Rund um den Leuchtturm kann es sehr windig sein. Schon am Parkplatz laufen Nene Gänse herum, hier kann man sie mal ganz aus der Nähe betrachten, denn die Tiere sind an Menschen gewohnt und tragen einen silbernen Ring am Fuß.
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