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Der erste Teil des Ausbaus erstreckte sich nur um das erste Bassin mit dem Quai4 und der großen Shopping-Mall. Dann setzten die Bauarbeiter über auf die andere Hafenseite. Rund um den alten roten Clock Tower hat sich hier an der Waterfront in den letzten Monaten viel getan, bei unserem Besuch im Januar 2002 wurde immer noch kräftig gebaut. Eine weiße, schwebende Drehbrücke führt nun vom Port Capitain`s Building über die Fahrrinne zum Old Clock Tower hinüber. Außerdem kann man auch mit der Penny Ferry übersetzen, die Fähre gibt es seit über hundert Jahren und sie hat früher die Seeleute von Bassin zu Bassin transportiert.
Der alte Uhrenturm diente früher für die Schiffe als Richtwert für die offiziellen Ein- und Auslaufzeiten. Auch der Hafenkapitän im schön renovierten Gebäude gegenüber hatte ihn immer im Visier.
Im Wasser unterhalb des Turms tummeln sich oft Seehunde, auf einer kleinen Plattform neben einem Restaurant hatten sich Mutter und Kind für ein Mittagsschläfchen hingelegt, unten ist der Kleine zu sehen. Der Platz scheint beliebt, denn die Tiere waren hier schon durch eine Glasscheibe geschützt. An Berties Landing gegenüber liegen viele Seehunde auf zusammengebundenen Autoreifen und lassen sich vom Restaurant aus gut beobchten (und mit Teleobjektiv auch fotografieren).

Direkt neben dem Uhrenturm wurde das brandneue Gebäude des "Nelson Mandela Gateway to Robben Island" errichtet. Hier legen die Schiffe nach Robben Island ab. Vorher kann man sich im modernen, 3-stöckigen Gebäude mit imposanter Glasfassade über die Insel und deren Geschichte informieren. Ende 1999 wurde das Eiland mit den historischen Gefängnisbauten von der Unesco zum Weltkulturerbe erklärt.
1964 trat Mandela hier am Hafen seinen wohl schwersten Weg als Lebenslänglicher ins Gefängnis für politische Häftlinge auf Robben Island an. Heute ist das Inselgefängnis Museum und pro Tag auf 250 Besucher limitiert. Ein Ticket kostet ca.35 DM, Reservierungen sind zu empfehlen unter Tel: 490-4859 oder 438-9208. Elias Mama, der fünf Jahre als Häftling einsass, verdient heute sein Geld mit kompetenten Führungen durch sein ehemaliges Gefängnis. Mandela selbst beschreibt die 25 Jahre seiner Gefangenschaft auf Robben Island sehr ausführlich in seiner Autobiographie "Der lange Weg zur Freiheit".


Hinter dem Uhrenturm kommt man zu einem gerade frisch errichteten Einkaufszentrum, in dem es Geschäfte und zahlreiche Gastronomie gibt. Bei den Arbeiten an den Fundamenten wurden die Ruinen einer längst vergessenen Festung der Holländischen Ostindien-Kompanie entdeckt, das Problem machte man kurzerhand zum Teil der Lösung und integrierte die gefundenen Reste teilweise in den neuen Komplex.
Dahinter wird weiter gebaut. Wer unbedingt möchte, kann nun sogar Münchener Brauhaus Atmosphäre erleben und seinen Durst mit original Paulaner auf einer Terrasse mit Blick auf den Clock Tower löschen.

Zum Zeitpunkt unseres Besuchs im Januar 2002 gab es rund um den Hafen eine Menge bunter Kühe, jede war von Künstlern aus verschiedenen Ländern bemalt und gestaltet worden. ein bunter Anblick. Michael steht auf dem Bild rechts neben einem hübschen Exemplar.
Wichtigster Anziehungspunkt im Clock Tower Center ist jedoch das supermoderne, 2002 gerade eröffnete"Gateway to Africa". Hier gibt es alles, was das Touristenherz begehrt. Reisebüros, in denen man praktisch alles buchen kann, was im südlichen Afrika angeboten wird, ein Cafe mit Blick auf den Hafen, Internetanbindungen und vor allem das Cape Town Tourism Büro.
Prospekte aller Regionen sind hier ordentlich in etlichen Displays zusammengestellt und man kann seine Reise wunderbar an Hand der farbigen Kataloge vorplanen. Wer Postkarten schreiben möchte, der bekommt hier eine gute Auswahl zu fairen Preisen. Die extra breiten Panorama-Karten kosten hier 4 Rand, ein paar Meter weiter im Einhaufzentrum gibt es die Gleichen für 5-6 Rand. Briefmarken gibt es allerdings nur im Postamt in der oberen Etage der Victoria and Alfred Mall auf der anderen Hafenseite.







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