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Brauner Schlangenadler

DIE WETLANDS

Der Greater St.Lucia Wetland Park liegt rund um eine ca. 60 Km lange Flussmündung, die hier als Lagune längs der Küste verläuft und nur durch einen Dünensaum und flaches Sumpfland vom Meer getrennt ist. Der Lake St.Lucia ist zwei bis acht Kilometer breit, kaum tiefer als einen Meter und 40 Kilometer lang. Über die Narrows, einem 20 Kilometer langen Kanal im Gezeitenbereich, ist der See mit dem Meer verbunden. Die trichterförmige Mündung wird periodisch mit Schwemmsand und Schlick versiegelt, so das der Salzgehalt stark variiert. Durch Verdunstung liegt er oft beim dreifachen Salzgehalt von Meerwasser.

Im Dezember 1999 wurde der Greater St.Lucia Wetland Park durch die UNESCO als Weltnaturlandschaft anerkannt. Dieser Status als World Heritage Site bescheinigt dem Gebiet einen einmaligen universellen Wert. Ab dem 01.11.2007 wird der Park umbenannt und heisst dann ofiziell: iSimangaliso Wetland Park. So kann man das Schutzgebiet vom gleichnamigen See udn Ort unterscheiden. Mit dem eigenständigen Namen wurden auch die Grenzenerweitert. geschützt sind nun ca. ein Drittel der Küstenlinieder Provinz, inklusive das Mkuze Game Reserve, die Sodwana Bay, Lake Sibaya und Kosi Bay an der Grenze zu Mozambique.

Das Schutzgebiet erstreckt sich vom St. Lucia Estuary nordwärts bis zur Grenze von Mozambique, westwärts bis zur Umbombo- und Lebombo-Kette und umfasst 250.000 ha ungezähmte Natur. Hier gibt es nur wenige Straßen und kaum Unterkünfte.

Die teilweise bewaldeteten, riesigen Dünen zählen zu den Höchsten in der Welt. Im Landesinneren findet man Sümpfe, Papyrusdickicht, Palmenwald, Sandboden und Magrovenwälder, wir sahen auch weite Abholzflächen mit Baumstümpfen auf dem Weg nach Cape Vidal - eine Hinterlassenschaft der Holzindustrie.

Das Besondere an dieser Region ist der Zusammenfluss von Salzwasser und Süßwasser. So entsteht ein reichhaltiges Nahrungsangebot für zahlreiche Fischarten, die wiederum als Futter für Vögel aller Art dienen.

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Um die reiche Unterwasserwelt zu bewahren, wurde vor der Küste das größte Marine-Resrevat Afrikas eingerichtet, das sich vom Cape Vidal nordwärts bis nach Mozambique zieht und bis zu 5,6 Kilometer ins Meer hereinreicht. Die Sondwana Bay mit ihren Korallenriffen gilt als das beste Tauchrevier vor der südafrikanischen Küste. Das Wasser wird hier vom Agulhas-Strom aufgewämt und so entstanden die am weitesten südlich gelegenen Korallenriffe der Welt.

In die Schlagzeilen kam die Region im September 2002 als der Frachter Jolly Rubino brennend auf eine Sandbank vor der Küste aufgelaufen und leck geschlagen war. Das empfindliche und reiche Ökosystem war bedroht.

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Zwei Breitmaulrhinos auf Wanderung

Wildlife

Die warmen Strömungen des nahrungsreichen Indischen Ozeans locken zahlreiche Angler an und das Aufeinandertreffen von See und Sand ist atemberaubend schön. Entlang der küste, so vor Kosi Bay, Sondwana Bay und bei Cape Vidal gibt es Korallenriffe, die zum Schnorcheln oder Tauchen einladen.

Gefährliche Seen

An einige Strandabschnitte kommen jedes Jahr zwischen Januar und Februar bis zu 900 kg schwere Lederschildkröten (Giant leatherback turtles) zur Eiablage. Die Strände vor Maputaland sind die wichtigste Brutstätte im südlichen Indischen Ozean. Auch andere Meeresschildkröten brüten hier wie die Karettschildkröte, die Hawksbill sowie die Green und Olive Ridley Turtle.

Berühmt sind die Wetlands auch für die hier sehr zahlreich lebenden Flusspferde. Über 800 Tiere halten sich vorwiegend am Ostrand des Sees und in den Narrows auf. Bootstouren führen die Touristen nah an die mächtigen Tiere heran, die zu den gefährlichsten in Afrika zählen.

Auch sehr viele Krokodile findet man hier, mehr als irgendwo anders in Südafrika. Es sollen weit über 1.500 sein, wobei nur die erfasst werden, die länger als einen Meter sind. Der Nilwaran liebt Krokodileier und ist daher ebenfalls häufig anzutreffen.

Am abwechslungsreichsten ist die Vogelwelt in dieser Region. Dutzende von Reiherarten, zwei Flamingoarten, und der hübsche Rosapelikan versammeln sich hier zu Brutkolonien. Auch die Schreiseeadler sind mit zahlreichen Brutpaaren in der Region ansässig und so viele andere große und kleine Arten die man unmöglich alle aufzählen kann.

Hier auf der Seite seht ihr noch einmal die zwei Breitmaulnashörner, die vor unserem Auto die Straße überquerten, sowie einige Wasserböcke am Lake Bhangazi South und einen braunen Schlangenadler auf einem Strommast an der Straße nach St.Lucia.

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Zwei Rhinos an der Straße
Wasserböcke am Lake Bhangazi
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St.Lucia Wetlands


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