Wat Suthat
Für mich ist der Wat Suthat einer der schönsten Anlagen in Bangkok. Meist hatte ich Glück und teilte mir das Vergnügen der Besichtigung mit ganz wenigen anderen Touristen. Keine organisierte Tour, die ich kenne, steuert ihn als Ziel an. Er liegt in der Altstadt Bangkoks und verfügt zwar nicht über den flächenmäßig größten, wohl aber über den höchsten Viharn der Stadt. Er beherbergt eine gewaltige, acht Meter hohe goldene Buddha-Statue, die ursprünglich in Sukothai stand und mindestens 600 Jahre alt ist. Die Innenwände sind mit schönen, sehr lebendigen Wandmalereien in verschiedenen Rottönen geschmückt, die die 24 Inkarnationen des Mannes abbilden, der später der Buddha wurde.
Im Innenhof sind entlang der Wände noch 150 goldene Buddha-Statuen aufgereiht. Ein Teil dieser Galerie seht Ihr auf meinem Bild. Auch die Schnitzereien an den fast sechs Meter hohen Eingangportalen des Viharns sind sehenswert - sie wurden von König Rama II. entworfen.
Außerhalb des Tempelgeländes vom Wat Suthat befindet sich, vom Verkehr umbrandet, die "Gigant Swing". Man kann sie einfach nicht übersehen, die zwei hohen rotlackierten Teakholzstämme. Die eigentliche Schaukel daran existiert nicht mehr. Bis in die zwanziger Jahre wurde hier das Schaukelfest abgehalten: Einige Männer schaukelten bis zu einer Höhe von 20 Metern hinauf, um mit den Zähnen einen Beutel mit Gold von einer Bambusstange zu schnappen. Dabei kam es zu vielen Unfällen, deshalb wurde die Zeremonie verboten.
Die Gegend um die Schaukel ist vor allem wegen der zahlreichen Devotionaliengeschäfte interessant. Hier gibt es alles: Amulette, Buddhastatuen, safrangelbe Mönchsroben, Almosenschalen und Opfergaben.
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